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Historie

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Historischer Rückblick anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums

Von Kuno Hahn

Zum 100-jährigen Bestehen des 1. Fußballsportvereins 1908 e.V. Wiesbaden-Schierstein zunächst ganz, ganz herzliche Glückwünsche verbunden mit Anerkennung für die sportlichen Leistungen und einem tiefempfundenen Dankeschön für die vielfältigen Bereicherungen des gesellschaftlichen Lebens im Stadtteil Schierstein.

100 Jahre alt – das hört sich ein klein wenig nach Kürzertreten und wohlverdientem Ruhestand an. Wenn man den Verein und seine Aktivitäten aber so betrachtet, dann weiß man, dass er zwar seine Sturm- und Drangzeit, nämlich die Aufbau- und Konsolidierungsphase, hinter sich hat, dass er sein goldenes Alter aber gerade erlebt oder gar erst kurz davor steht – so lebendig und aufgeschlossen gibt er sich nach außen und innen, ohne dabei jeder modernistischen Fehlentwicklung unkritisch hinterherzulaufen:

Ein Kompliment an alle, die auf dem Spielfeld oder außerhalb unermüdlich dem Verein mit Tat oder Rat oder beidem zur Seite stehen! Und mit Gold – ganz real und auch symbolisch – hatte der Verein schon immer zu tun, nicht nur in der Namensgebung: Sein erster Name lautete nämlich „Fußballklub Rheingold 1908“.

Die Jubiläumsfestschrift anlässlich der 25 Jahr – Feier vermerkt 1933 dazu: „Es war zu Anfang des Jahres 1908 als einige beherzte Jünglinge in unserem Heimatorte zur Gründung eines Fußballklubs schritten.“ So euphorisch das auch klingt, aller Anfang war auch hier schwer, zeitlich und personell und räumlich sowieso. Zunächst musste die für den 6. Februar um 8.30Uhr in das Restaurant „Sonneneck“ anberaumte Gründung schon mal um zwei Wochen verschoben werden, weil der „Einberufer“, der Zeitungsredakteur und spätere 1. Spielwart Walter Springer, überraschend erkrankte.

Dann waren nur acht „beherzte Jünglinge“ erschienen, und räumlich war es auch nicht weit her. Die Festschrift von 1933 meldet zwar stolz: „Ein regelmäßiger Spielbetrieb konnte sich nun ungehindert entwickeln.“ Dieser Formulierung kann man aber nur zustimmen, wenn man der Begeisterung mehr Bedeutung zumisst als kleinlichen räumlichen Unzulänglichkeiten: Der erste von dem jungen Verein bespielte Platz war nämlich auf der einen Schmalseite etwa 50 Meter, auf der anderen höchstens 30 Meter breit, und die Länge betrug so zwischen 60 und 70 Metern. Wenn für Liebespaare der Merksatz gilt: „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Gebüsch“, dann gilt für Fußballer: „Wo gespielt werden soll, da findet sich auch Platz!“

So wurde von den „beherzten Jünglingen“ bei Wettspielen einfach die den Platz umgrenzenden Feldwege ins Spielfeld mit einbezogen, womit beileibe nicht alle Schwierigkeiten behoben waren: Wenn Schierstein und Wasser untrennbar verbunden sind, so galt das damals auch für den Fußball. Der Platz lag so dicht am Hafen, dass der Ball manchmal längere Zeit im Wasser als auf dem Spielfeld war. Hilfe leistete die Schuljugend, damals die einzigen Zuschauer, die sich darum balgte, wer den Ball zuerst aus dem Wasser und wieder auf den Platz befördern konnte. Und für alle Fälle lag der Schröder Heine mit einem Nachen bereit. Auf diese Weise kamen bei einem Spiel weit mehr als 22 Fußballbegeisterte mit dem Ball in Kontakt, ohne dass die Regeln verletzt wurden. Allerdings konnte sich diese Schiersteiner Variante auf die Dauer nicht durchsetzen, angeblich weil andere Vereine ohne Zugang zu Gewässern nicht benachteiligt werden sollten.

Die erste Fußballsaison fand also nicht gerade auf goldenem Boden statt, wurde aber ganz schön vergoldet. Ich zitiere das Gründungsmitglied, den Redakteur der „Schiersteiner Zeitung“, Walter Springer: „Eines Tages geschah folgendes: Vor dem Geschäftslokal der Zeitung hielt ein kleiner „Landauer“, bespannt mit einem Pony. Dem Wagen entstieg eine kleine, zierliche Dame und verlangte in der Geschäftsstelle, mich zu sprechen. Es war die Hausdame des Mister James Peter Knowles, Erbauer und Besitzer des Schlosses Freudenberg.

Er hatte von der Gründung des ersten Schiersteiner Fußballklubs in der Zeitung gelesen und wünschte uns zu dem Unternehmen viel Glück und guten Erfolg für die Zukunft. Als Grundstock für die Vereinskasse überreichte mir die Dame 20 Mark in GOLD.“ Es könnte nun interessant sein zu wissen, wieso einem Schiersteiner Fußballverein ausgerechnet von einem Mister Knowles so großzügig geholfen wurde.

Das ist so zu erklären: In ihrer Begeisterung für die deutsche Romantik besuchten um 1800 viele Engländer das Mittelrheintal, in ihrer Mehrzahl Mitglieder des reichen Adels und Großbürger. Einige waren so begeistert, dass sie sich ganz hier niederließen und auch hier ihre eigenen Schlösser und Kirchen bauten wie z.B. die anglikanische Kirche an der Wilhelmstraße. So dürfte Mister Knowles zu seinem Schloss auf dem Freudenberg mit seinem wunderschönen Blick auf den Rhein gekommen sein. Ein Zweites kam dazu. Wo die Wurzeln des Fußballs liegen, wissen wir nicht. Die Tatsache, dass angeblich schon die Inkas in Südamerika mit den Köpfen toter Feinde kickten, soll aus ästhetischen Gründen hier nicht erwähnt werden. Der moderne Fußball ist jedenfalls in England entstanden. Sozialkritische Zungen behaupten, er sei gezielt eingeführt worden, um Aggressionen proletarischer Bevölkerungskreise gegen ihre Ausbeuter umzulenken.

Unstrittig ist jedenfalls, dass sich einfach der menschliche Spieltrieb in einer spannenden und aufregenden Beschäftigung – weil es um Sieg oder Niederlage geht – iedergefunden hat. Und dieser Leidenschaft war – jedenfalls in der passiven Ausprägung – auch Mister Knowles verfallen. Wie auch immer: Wichtig ist, dass dem „Fußballklub Rheingold 1908“ gleich zu Beginn 20 Goldmark zur Verfügung standen. Woher und warum ist zweitrangig.

Und so konnte Fußball gespielt werden. Dabei spielte „Biebrich 02“ eine besondere Rolle. Nicht nur, dass der Verein einer der ersten Gegner von „Rheingold 08“ war. Das Verhältnis war so gut, dass sich die Schiersteiner auch ab und zu die Spieler Schuth und Eckel von Biebrich 02 ausliehen, wenn in der eigenen Mannschaft im wahrsten Sinn des Wortes Not am Mann war. Dass dann allerdings Jahre später Schierstein 08 am 24. Februar 1924 in einem Spiel um die Meisterschaft der B-Klasse auf dem Sportplatz an der Frankfurter Straße in Wiesbaden alles daransetzte, Biebrich 02 mit 1 : 0 zu schlagen, mag sportlich nur zu verständlich sein, christlich und menschlich gesehen war es undankbar.

Der Erste Weltkrieg – nicht nur der Ausgang des Ersten Weltkriegs – war eine Katastrophe, die sich auch in dem sechs Jahre alten Verein niederschlug: 21 Fußballfreunde, blühende junge Leben, waren nicht „für´s Vaterland gefallen“ oder ruhten „in fremder Erde“, wie es in der Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum im Geist der damaligen Zeit heißt, sie waren sinnlos getötet worden, weil die politische Klasse einen Krieg zumindest nicht verhindert hatte.

Die Begeisterung für den Fußball kann man schön an den Anstrengungen ablesen, die die Aktiven auch außerhalb der Spielzeiten ableisteten. Nach dem Krieg wurde auf dem Freudenberg gespielt. Die Tor-Anlagen mussten für jedes Spiel, jedes Training oder jeden Wettkampf auf den Freudenberg getragen, aufgebaut, abgebaut und wieder nach Schierstein getragen werden. Und zwischendurch wurde nicht schlecht Fußball gespielt!

Fußball war schon vor dem Krieg so in Mode gekommen, dass sich 1914 ein zweiter Verein gegründet hatte. Beide Vereine schlossen sich 1922 zum 1. Fußball-Sport-Verein 1908 e. V. zusammen. Und es ging weiter aufwärts: Nach dem oben erwähnten Meisterschaftsspiel stieg der Verein in die A-Klasse auf. Nicht nur deshalb musste ein neuer Platz her: Schiersteiner lieben das Wasser – aber nicht auf dem Fußballplatz, und der alte war insbesondere nach Überschwemmungen oft monatelang nicht bespielbar. Neue Plätze motivieren offensichtlich, denn nach Bezug des Platzes an der Dotzheimer Straße erlebte der Verein einen Höhenflug: „Die 1. Mannschaft … eilte von Sieg zu Sieg und wurde im Frühjahr 1928 ungeschlagen Meister der A-Klasse. Ein in der Vereinsgeschichte einzig dastehender Erfolg.“ (Festschrift von 1933) Ein weiterer Aufstieg in die Kreisliga war zunächst aber nur von kurzer Dauer, weil ein Beinbruch des Spielführers Goßmann die Mannschaft nachhaltig deprimierte. Dafür belegte der Verein beim nächsten Aufstieg in die Kreisliga einen guten Mittelplatz.

25 Jahre nach seiner Gründung hatte sich der Verein als so erfolgreich erwiesen, dass auch eine Handballabteilung entstand und Leichtathletik betrieben wurde. Die „beherzten Jünglinge“ von Rheingold 08 belegten sogar bei einem Sportfest Unter den Eichen die ersten vier Plätze im Wettgehen! Im Verein etablierte sich sogar eine eigene Gesangsabteilung, die 1958 noch mit 21 Sängern die 50-Jahr-Feier stimmlich umrahmte.

Mehr als 150 Mitglieder und sieben Mannschaften bildeten eine fest etablierte Gemeinschaft, die sich um den Fußball herum zu Freund-, Bekannt- und Nachbarschaften zusammengeschlossen hatten, um sich bei Sport und Festen und Besuchen zu helfen, beizustehen und sich das Leben angenehmer zu machen.

Die Protokolle verzeichnen Weihnachtsfeiern, Maskenbälle, Sommernachtsfeste und weitere Feiern zu verschiedenen Anlässen. Vereine, selbst ganze Sportarten sind nie Inseln der Seligen, sondern spiegeln immer auf den verschiedensten Gebieten die Zeiten wider, politisch, wirtschaftlich, soziologisch oder was auch immer. Der Nationalsozialismus machte sich natürlich auch im Sport bemerkbar, im Kleinen wie im Wesentlichen, in der Sprache wie in der Sache.

Zum ersten Mal wird am 27.11.1935 eine Mitgliederversammlung mit dem deutschen Gruß eröffnet. Das Protokoll berichtet weiterhin von einer Rede des Kreisspielwarts, in der dieser ausführt, „dass das Spielwesen in der Hauptsache das Heranzüchten kerngesunder Körper bezwecke, den Willen und die Entschlusskraft stärken und die Sportgenossen zur Verantwortungsfreudigkeit erziehen will (wolle).“ Dem Gesundheitsaspekt und der charakterlichen Förderung stimmen wir heute noch zu, es ist die Nazi-Vokabel „heranzüchten“, die die kommenden Verbrechen ankündigt und die der Kreisspielwart hoffentlich auch noch nicht vorausgesehen hat.

Die Sitzung wird konsequenterweise mit „einem Sieg Heil auf Führer und Sport“ geschlossen. Auf der Jahreshauptversammlung am 25.6.1938 wird ausdrücklich dem Führer dafür gedankt, dass mehrere Sportkameraden wieder Arbeit gefunden haben. Schwerwiegender als der Führerkult sind die Auswirkungen neuer Gesetze: Jugendliche dürfen nicht mehr in einem Verein sein, wenn sie nicht gleichzeitig Mitglied der Hitlerjugend sind. Das führt dazu, dass der Mitgliederstand stagniert bzw. zurückgeht. Während des Krieges konnte der Spielbetrieb nur deshalb weitergehen, weil der Verein Gastspieler aus den nahe gelegenen Garnisonen auslieh und so wenigstens eine Mannschaft aufstellen konnte.

Nahezu 50 hoffnungsvolle junge Vereinskameraden verloren im Zweiten Weltkrieg ihr Leben. Es spricht für den Verein, dass er sich bei allem Verlust und aller Trauer wieder einmal unermüdlich an einen Anfang machte, wieder einmal einen Platz herrichtete, wieder einmal Mannschaften aufbaute und wieder einmal ein gesellschaftliches Leben organisierte.

Das Grußwort des Ehrenvorsitzenden Jakob Jöckel anlässlich der 75-Jahr-Feier erwähnt stolz die mit finanzieller Unterstützung von Stadt und Land in Selbsthilfe entstandene Anlage an der Kleinaustraße. Er freut sich über zwölf Aktiven- und Jugendmannschaften und besonders über die neu gegründete Damenmannschaft. Nach 75 Jahren, nach zwei Weltkriegen, nach unglaublich vielen Arbeitseinsätzen, zwei Neuanfängen, allerdings auch viel Freude über schöne sportliche Leistungen und viel Zusammensein hatte er auch allen Grund zur Freude. Er hätte sich noch viel, viel mehr gefreut, wenn er am 15. Januar 1983, an dem Tag, als er sein Grußwort schrieb, gewusst hätte, dass zwei Monate später wieder einmal, wie vor 75 Jahren, ein Goldsegen auf den Verein niedergehen sollte.

Das am 15. März 1983 verstorbene Vereinsmitglied Karl Reitz hatte nämlich in seinem Testament seinem Fußballverein 200.000 DM vermacht, zweckgebunden zur Errichtung eines Rasenplatzes. Damals wurde nämlich noch, wie allgemein üblich, auf Hartplätzen gespielt, was bei Stürzen üble Verletzungen hervorrufen konnte. Eine bessere Grundlage für einen Rasenplatz hätten sich Hans Groth, seit 1985 Vorsitzender, und seine Vorstandskollegen und -kolleginnen nicht wünschen können. Aber wieder waren Schwierigkeiten zu überwinden. Die Stadt Wiesbaden, die das Projekt finanziell förderte, wollte keinen reinen Rasenplatz, weil dieser bei Schlechtwetterperioden längere Zeit nicht bespielbar gewesen wäre. Der Kompromiss bestand in dem Kunstrasenplatz, der seit 1991 nun die Fußballanlage eines Vereins komplettiert, der sich eines gediegen guten Rufs erfreut und geschickt durch die für Vereine schwierige Zeit gesteuert wird.

Der 1. Fußballsportverein 1908 e. V. Wiesbaden- Schierstein hat heute 506 Mitglieder, eine Frauenmannschaft, die sogar in der Landesliga spielt, eine 1. und eine 2. Mannschaft, zwei Alt-Herren-Mannschaften und elf Jugendmannschaften, davon zwei Mädchenmannschaften. Der Verein spielt in der A-Liga und zieht im Durchschnitt 150 Zuschauer bei Spielen an, überwiegend die 08er-Fan-Gemeinde. Geld kommt über die Mitgliedsbeiträge herein und über Sponsoren, die im Fußballheft inserieren, außerdem aus dem Überschuss des ehrenamtlich betreuten Vereinsheims. Es wird ein „Tag der 08er“ begangen in Form eines geselligen Abends oder Frühschoppens mit Mitgliederehrung, der Verein nimmt am Hafenfest teil, Weihnachtsfeiern werden dezentral abgehalten, und die Aktiven haben eine Mannschaftskasse, in die sie bei gewonnenen Spielen eine Anerkennung bekommen und aus der sie ein Abendessen oder Ähnliches bestreiten.

Das alles hört sich durchschnittlich an, ist aber außergewöhnlich und verdient höchstes Lob. Die Vereinsphilosophie – und darüber sind sich alle Mitglieder einig – ist die, dass aus Spaß am Fußball gespielt wird, dass alle Anstrengungen gemacht werden, möglichst gut zu spielen, dass der Erfolg aber weder durch sportliche Fouls noch durch finanzielle Zuwendungen an wen auch immer er reicht werden darf. Hier setzt der 1. Fußballsportverein 1908 e. V. Schierstein Maßstäbe, deren Einhaltung im täglichen Leben viele ärgerliche Fehlentwicklungen und Skandale verhindern würde. Neuerdings droht der gesunde Vereinssport zwischen den Fronten zerrieben zu werden!

Die eine Front besteht aus den elektronischen Medien, die in ganz beängstigendem Maß unser Freizeitverhalten dominieren und absolute körperliche Passivität verlangen. Gesundheitliche Schäden sind die Folge. Die andere Front besteht aus einem Hochleistungssport, dem nur das Ergebnis wichtig ist ohne Rücksicht auf gesundheitliche Schädigungen an Leib und Seele.

Natürlich steht bei den 08ern der Fußball im Vordergrund. Aber es geht um mehr. Es geht um die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt sowohl in der Mannschaft als auch außerhalb des Spielfelds. Es geht um das Miteinander in einer Zeit, in der ein überzogener Individualismus in gesellschaftliche Isolation und Vereinsamung zu führen droht. Im Verein muss sich gegenseitig geholfen werden, da muss man sich auch nach einem Krach wieder vertragen, sonst leidet das nächste Spiel, das Sommerfest oder die Weihnachtsfeier. Da hilft man einem Vereinsmitglied beim Umzug, feiert zusammen Geburtstag, Hochzeit (mit„vereinseigenem „Standesbeamten Hans Groth im Biebricher Schloss), die Geburt des Kindes oder hilft in schwierigen Lebenssituationen.

Natürlich gibt es – auch dies gehört zum normalen und insbesondere zum Vereinsleben dazu – ab und zu Ärger. Nur drei Beispiele aus der Vergangenheit des Vereins: Das Protokoll des 30-jährigen Stiftungsfestes vermerkt: „Leider mussten wir (Name eines anderen Vereins) von diesen Werbespielen ausschließen, da … sich Vereinsleiter sowie Spieler uns gegenüber in einer Art und Weise betragen haben, dass man eine derartige Mannschaft zu Werbespielen nicht heranziehen kann.“ Offensichtlich wurden die 08er von anderen Spielern beleidigt, was heute auch noch vorkommen soll. Ein anderer damaliger Missstand, der sich in den Protokollen findet: „Der Vereinsführer bedauerte es sehr, dass die älteren Spieler so wenig Ehrgeiz besitzen.“

Gott sei Dank, dass die heutigen Alt-Herren-Mannschaften vor Motivation und Tatkraft platzen – besonders wenn die Damenmannschaften in der Nähe sind.

Ein Letztes: „Was sich einzelne Jugendspieler in der letzten Zeit erlaubt haben, kann sich die Vereinsführung auf keinen Fall gefallen lassen.“ Auch diese Klage kommt mir nicht überholt vor. Der 1. Fußballsportverein 1908 e. V. Schierstein bietet nicht nur Körperertüchtigung auf dem Spielfeld sondern auch Lebensertüchtigung im Verein. Er war schon immer mit Gold gesegnet: Zuerst durch den Vereinsnamen, dann durch 20 Goldmark, später durch 200.000 D-Mark und heute durch die Mitglieder, die sich sportlich auf dem Spielfeld und gesellschaftlich außerhalb des Spielfeldes ertüchtigen. Und es sind Gott sei Dank nicht mehr nur „beherzte Jünglinge“. Nochmals ganz herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag des Vereins!

 

Im Restaurant Sonneck am Schiersteiner Hafen fand die Gründungsversammlung statt.

 

Das älteste Mannschaftsfoto aus dem Jahre 1911

Die 1. Mannschaft im Jahre 1913

Spieler während des Krieges 1914/18

Jugendmannschaft 1922

Der neue Sportplatz an der Dotzheimer Straße entsteht. Heute ist dort das Verwaltungsgebäude der Fa. Glyco.

 

Ungeschlagener A-Meister 1927/28

Mannschaft von 1930

Sielerpässe:

 

 

Die erste Schülermannschaft: 1932

Hermann Jöckel wurde Deutscher Meister

In diesen Zeitabschnitt unseres historischen Vereinsrückblicks muss auf einen ganz großen Fußballer hingewiesen werden, und zwar auf den erfolgreichsten Spieler der 08er - auf Hermann Jöckel, der am 8. Oktober 1920 in Schierstein geboren wurde und am 2. Juni 1991 in Mannheim verstarb.

Mitglied des 1. FSV Schierstein 08 seit Dezember 1931 und Ehrenmitglied seit 1981 bis zu seinem Tode. Beginn der Spieler-Laufbahn im März 1932 als Torhüter der Schülermannschaft von Schierstein 08 (Foto 1). Durch Umzug der Eltern am 31. Juli 1936 nach Frankfurt spielte er ab dem 1. August 1936 bis zum 31. März 1937 in der B- und A-Jugend der Frankfurter Eintracht. Durch erneuten Umzug der Eltern nach Karlsruhe spielte er ab 1. April 1937 bei Phönix Karlsruhe (heutiger KSC) bis zur Einberufung zum Kriegsdienst im Jahre 1940 in der A-Jugend und 1. Mannschaft als Torhüter.

Nach Kriegsende und englischer Kriegsgefangenschaft (Kanada) kehrte er am 6. Dezember 1946 kurz nach Schierstein bis 31. März 1947 zurück. Ab 1. April 1947 wechselte er zum VfR Mannheim mit dem er 1949 Deutscher Fußballmeister wurde. An das spannende Endspiel am 10. Juli in Stuttgart , das der VfR Mannheim mit ihrem Torhüter Hermann Jöckel (Foto 3) mit 3:2 gegen Borussia Dortmund gewann, erinnert sich sein Bruder, unser Ehrenmitglied Robert Jöckel (auf dem Foto 2 gemeinsam mit seinem Bruder), gerne zurück. Er war beim Endspielsieg seines Bruders in Stuttgart dabei. Im Jahre 1954 beendete Hermann Jöckel seine Laufbahn. An den Vater von Hermann und Robert Jöckel wird an anderer Stelle unserere Historie zu berichten sein. Jakob Jöckel war ein engagierter Nullachter und hat sich um den Verein verdient gemacht!

 

Fußballnationalspieler trainierte Schierstein 08:

Emil Kutterer, gerufen „Mile“ (* 11. November 1898 in Karlsruhe; † 13. Juli 1974) war ein deutscher Fußballspieler, der in den Jahren 1925 bis 1926 achtmalig in der deutschen Fußballnationalmannschaft eingesetzt wurde.

Nicht unwesentlich bedingt durch die Nichtteilnahme der Nationalspieler aus Fürth und Nürnberg, kam Emil Kutterer auf der Skandinavienreise im Juni 1925, zu seinem Debüt in der deutschen Fußballnationalmannschaft. In den beiden Spielen gegen Schweden und Finnland konnte er jedoch so nachdrücklich überzeugen, dass er vom 21. Juni 1925 bis zum 12. Dezember 1926 sieben Länderspieleinsätze in Folge absolvieren durfte. In seinem vierten Länderspiel am 18. April 1926 in Düsseldorf, beim 4:2 Erfolg gegen die Niederlande, debütierten seine Vereinskameraden Hofmann, Nagelschmitz und Pöttinger im DFB-Team. Sein achtes und letztes Spiel in der Nationalmannschaft bestritt er am 15. April 1928 in Bern beim 3:2 Sieg gegen die Schweiz. Bei den Olympischen Sommerspielen 1928 in Amsterdam gehörte er dem Aufgebot von Trainer Otto Nerz an, zum Einsatz in der Verteidigung kamen aber Albert Beier vom Hamburger SV und der Debütant Heinrich Weber von Kurhessen Kassel. Der Sportlehrer setzte seine Aktivität beim SV Wiesbaden (1932-35) fort und wechselte dann in die Trainerrolle.

Stationen waren TuRa Leipzig (1936-38), SV Fortuna Leipzig (1939-41) der 1. FSV Schierstein 08 und die Sportgemeinde Mainz-Gonsenheim (1947-49), der FV Engers in der Oberliga Südwest von 1950 bis 1953 und der Fußball-Club Singen 04 (1953-54). (Nachweis: Wikipedia)

 

Für die Zeit von 1951 bis1960 wollen wir an dieser Stelle über zwei große Ereignisse berichten: Das Geschehen um die 10:2-Niederlage gegen die Germania Wiesbaden im Jahre 1951 in Amöneburg sowie über den bislang größten sportlichen Erfolg: Über die errungene Meisterschaft in der Saison 1958/59.

1. Mannschaft von 1951

W. Kreis (Spielausschuss), F. Stroh (Begleiter), Schröder, Henrich, Link, Eichmann, Richter, Kalla, Preußig (1. Vorsitzender), H. Vogel (1. Schriftführer), sitzend: Kohlhass, Hess, Rau, Assmann. Römer, Höhler, Bachmann, Jöckel

Die Sonnenschlacht von Amöneburg! 

Noch heute Ortsgespräch bei den alten Nullachtern: Das Spiel am 24. Mai 1951 „auf der Amöneburg“ als die Germania Wiesbaden und der FSV Schierstein 08 um die Bezirksmeisterschaft kämpften! Über 5000 Zuschauer hatten sich auf dem kleinen Platz in Amöneburg eingefunden, um Zeuge des Entscheidungsspiels um die Meisterschaft des Bezirks Wiesbaden zu sein, bei dem sich der FSV Schierstein 08 und die Germania Wiesbaden gegenüberstanden.

Die Menge stand dichtgedrängt bis zum Spielfeldrand und wurde Zeuge eines sensationellen Sieges der Waldsträßer, der mit 10:2 alle Vorstellungen sprengte. Nach einer halben Stunde Spielzeit waren die Schiersteiner bereits mit einem 0:5-Rückstand geradezu vom Platz gefegt. Das hatte keiner erwartet. Ein verrücktes Spiel!

Die Zeitung schrieb über das Spiel:

„Wie bekannt wird, erlitt der Torwart des FSV Schierstein 08, Hans Römer, bereits vor dem entscheidenden Spiel gegen die Germania einen Hitzschlag und stellte sich trotzdem in kameradschaftlicher Weise seiner Mannschaft zur Verfügung. Auch als man ihn in der Pause, in der er von Schüttelfrost gepackt wurde, vom weiteren Mitwirken abriet, wollte er unbedingt mit von der Partie sein. Zu allem Überfluß brach er sich beim Stande von 1:7 den Knöchel und wurde ins Städtische Krankenhaus eingeliefert. Hans Römer – so erfährt man Jahre später – soll vor dem großen Spiel gemeinsam mit Karl-Heinz Link mit dem Motorrad unterwegs gewesen sein und sich in der heißen Mai-Sonne am Schiersteiner Rheinufer gebräunt haben! Ja, eitel war der Römer Hans schon immer!

 

 Unvergessen: Die Meisterschaft in der Saison 1958/1959

 

Das Meisterfoto. Von links nach rechts: Hugo Bernhard (Linienrichter), Robert Jöckel (Spielausschussvorsitzender), Karl-Heinz Link, Karl-Heinz Schäfer, Adi Schlink, Heinz Vöth, Willi Barbara, Jürgen Liehr, Arthur Zielke, Werner Linz, Herbert Jöckel, 2. Vorsitzender Hubert Kohlhaas. Mittlere Reihe: Karl Höhler, Eberhard Scholl, Harry Hertling ("Speich"). Vordere Reihe: Karl Schneider, Wilhelm Wehnert, Hans-Joachim "Icke" Langer und Trainer Erich Richter

Szenen aus einer guten Saison:

 

Willi Barbara erzielte in 18 Spielen 24 Tore. Er war drei Monate verletzt!

Jürgen Liehr im Kampf um den Ball

Volle Ränge an der Dotzheimer Straße. Karl-Heinz Link ein Klasse-Stürmer!

Unser Tormann Wilhelm Wehnert hält den Kasten sauber!

Grenzenloser Jubel nach dem Sieg "auf der Nassau"! Die 08er sind Bezirksmeister!

1967: NEUER SPORTPLATZ AM ZEHNTENHOF

Die Nullachter mussten im Jahre 1964 ihren Sportplatz an der Schönaustraße verlassen, weil dort die Glyco-Metallwerke ein neues Verwaltungsgebäude errichtete. In den folgenden Jahren trainierten und spielten die Nullachter auf dem Sportplatz Saareck. Der neue Sportplatz war zwar schon im Jahre 1962 fertig geplant, konnte aber erst 1967 an die Fußballer übergeben werden. Der Bau verzögerte sich durch einen langen Rechtsstreit zwischen der Stadt Wiesbaden und der Baufirma.

 

 

 

Erstes Spiel der B1-Jugend auf dem neuen Sportplatz am Zehntenhof am 29. Januar 1967.

Im Foto hintere Reihe: Manfred Assmann, Thomas Gommert, Klaus Lanzendörfer, Norbert Schäfer, Helmut Krug, Dieter Wehnert, Jugendleiter Erwin Weber. Untere Reihe: Rolf Heuß, Dieter Kießhauer, Lothar Rau und Hans Groth

 

 

 

Hans-Jürgen Richter - ein Nullachter macht Karriere

Natürlich war auch im Hause Richter im Jahre 1954 der Jubel über die am 4. Juli in Bern errungene Fußball-Weltmeisterschaft riesengroß, doch noch größer war die Freude bei Mama und Papa Richter, als ihr achtjähriger Sprössling Hans-Jürgen exakt in diesem Weltmeisterschaftsjahr erstmals in das Trikot von Schierstein 08 schlüpfte!

Es war ein aufregender Tag, weiß "Mama Richter" 50 Jahre nach dem großen Ereignis zu berichten: „Mein Mann und ich standen natürlich am Spielfeldrand und verfolgten mit feuchten Händen und Herzklopfen den ersten Auftritt von Hans-Jürgen auf dem alten 08er-Sportplatz oben an der Dotzheimer Straße. Und natürlich hatten wir auch viele Ratschläge parat! Als Hans-Jürgen während des Spiels von einem Gegenspieler gefoult wurde und ihm einige dicke Tränen über die Wangen kullerten, da war es doch geradezu meine Pflicht als Mutter, lautstark zu protestieren und zu schimpfen! Oder ? Mein Mann, der zu diesem Zeitpunkt in der 1. Mannschaft der Nullacht spielte, war allerdings anderer Meinung und verkündete mit bösen Blicken, es wäre heute das erste und letzte Mal gewesen, dass ich bei einem Spiel von Hans-Jürgen dabei sein durfte!“

Doch da hatte sich "Papa Richter" mächtig geirrt! Seine Frau Ursula ließ sich den Sportplatz nicht verbieten! Und das war gut so! Denn Schierstein 08 brauchte in den folgenden Jahrzehnten die Richters! Der Sportplatz wurde ihr zweites Zuhause! Schierstein Nullacht und die Richters – das war eine Einheit! Papa Richter nahm viele Funktionen im Verein wahr, führte den Verein über viele Jahre hinweg als Vorsitzender und stand als Ehrenvorsitzender bis zu seinem allzu frühen Ableben im Jahre 1999 dem Verein stets zu Diensten! Und „Mama Richter“, wie sie von vielen Nullachtern auch heute noch liebevoll genannt wird, hat heute noch ihren Stammplatz in dem nach ihrem Mann benannten „Erich Richter Vereinslokal“ auf der Sportanlage am Schiersteiner Zehntenhof!

Hans-Jürgen „überlebte“ seinen ersten Einsatz unversehrt und war schon bald nach seinem ersten Auftritt das große Fußballtalent in der Hafenstadt! Nicht nur auf dem Sportplatz wurde gespielt und trainiert, nein, die wichtigsten Spiele wurden - wie in den 50er und 60er Jahren in Deutschland so üblich – auf der Straße ausgetragen! So rollte auch in der Schiersteiner Rathausstraße (heute Höllbergstraße) tagtäglich die Kugel. Hier wohnten die Richters und die Hiltmanns, hier wurde mit den Kumpels auf der Straße gekickt und manche Fensterscheibe ungewollt aufs Korn genommen!

Hans-Jürgen (untere Reihe, zweiter von rechts) im Alter von 12 Jahren in der C-Jugend-Mannschaft von Schierstein 08. Im Ausschnittfoto rechts: Hans-Jürgen gemeinsam mit seinem "Weggefährten" Wolfgang Kießhauer.

 

Hans-Jürgen Richter machte seinen Weg! Er lernte das Fußballspiel von der Pike auf und gehörte in seinen Mannschaften immer zu den Besten! Von der Schülermannschaft über die B- und A-Jugend schaffte er im Jahre 1963 bereits mit 17 Jahren den Sprung in die 1. Mannschaft der Nullachter und konnte so noch mit den "Nullachter-Größen" Wilhelm Wehnert, Willi Barbara, Jürgen Lier, Fritz Assmann und Harry Hertling zusammenspielen!

Gute Spieler machen auf sich aufmerksam! Und im Jahre 1969 holte sich Mainz 05 Hans-Jürgen Richter an den Bruchweg! Der Traum vom großen Fußball war für Hans-Jürgen Richter in Erfüllung gegangen!

Karl Eschberg schreibt in der Mainzer Zeitung im Jahre 1974:

Der Libero von Mainz 05 -  Hans-Jürgen Richter: Spielt auf allen Posten

Im übertragenen Sinne könnte man ihn einen fußballsportlichen Zehnkämpfer nennen, denn angefangen vom rechten Verteidiger bis zum Linksaußen hat er schon alle zehn Feldpositionen gespielt. "Nur als Torhüter bin ich noch nicht gebraucht worden", reduziert Hans-Jürgen Richter seine Vielseitigkeit um eine von elf Möglichkeiten. Die Summe der Erfahrungen aus dieser persönlichen Abwehr-, Aufbau- und Stürmerpraxis hat ihn beim Zweitligisten Mainz 05 zur Nummer eins in der Beckenbauer-Rolle werden lassen.

Als der damalige Regionalligist aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt 1969 einen Mittelstürmer suchte, entdeckte man beim Bezirksligisten FSV Schierstein 08 in der Nähe von Wiesbaden das Talent Richter. Der damals 22-jährige schaffte den Sprung über zwei Klassen hinweg vorzüglich. Doch sein Stürmerdarsein dauerte nicht mehr lange, bald wurde seine Eignung für eine tragende Rolle im Mittelfeld offenkundig. Wo es gerade eine Lücke zu schließen galt, dorthin wurde Richter beordert. Er verstand es, alle Positionen mit Leben zu erfüllen. Mainz 05 hat die Verpflichtung eines Spielers aus dem Weinort Schierstein, am Tor zum Rheingau gelegen, bis heute nicht bereut. Und auch der erst letzten Herbst angeheuerte Trainer Gerd Menne hält große Stücke auf seinen "freien Mann"!

Absoluter Höhepunkt auf dem Fußballweg des Schiersteiners war 1973, als Mainz 05 Südwestmeister wurde und in der Bundesliga-Aufstiegsrunde lediglich Fortuna Köln den Vortritt lassen mußte. "Gut, daß wir damals den Aufsteig nicht geschafft haben", freut sich Richter noch im nachhinein. "Das wäre für unseren Klub nicht gutgegangen."

Die 2. Liga sieht der Mainzer als eine Bereicherung der Struktur im bundesdeutschen Spitzenfußball an. "Die Klasse ist viel spielstärker als es zuvor die Regionalliga mit einer Reihe von Dorfmannschaften war. Die Belastung wird von Woche zu Woche höher. Es gibt mehr Spiele und weitere Reisen. Wir werden in Training und Spiel physisch vielmehr gefordert als vorher."  Doch Richter will diesen Streß mitmachen, soweit die Füße tragen: "Wenn ich nicht schwerwiegend verletzt werde, hoffe ich noch einige Jahre für Mainz 05 spielen zu können!" Heute ist der Libero 28 Lenze jung!

 

Meister Regionalliga Südwest 1972/73 (Hans-Jürgen Richter 4. von rechts)

Hans-Jürgen Richter - Torschütze im Pokalspiel gegen Borussia Neunkirchen.

Hans-Jürgen Richter am Ball in einem Freundschaftsspiel gegen den FC Bayern München. Dritter von links: "Kaiser" Franz Beckenbauer.

 

 Anlässlich des 75-jährigen Vereiinsjubiläums war die Uwe-Seeler-Traditionself bei den Nulllachtern

 

Erste Mannschaft aus den 1990er Jahren

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